Eine besondere Projektwoche an unserem außerschulischen Lernort in Bessingen

Was für eine besondere Projektwoche liegt hinter uns!
Wir riechen nach Lagerfeuer, haben Erde an den Händen und Blätter in den Haaren und nehmen viele gemeinsame Erfahrungen und schöne Erinnerungen mit nach Hause.
Eine Woche lang durften wir unseren außerschulischen Lernort in Bessingen mit allen Sinnen erleben, gestalten und weiterentwickeln.
Im Mittelpunkt stand dabei das gemeinsame Tun. Kinder und Jugendliche haben Hand in Hand mit und voneinander gelernt, Verantwortung übernommen und erfahren, wie viel entstehen kann, wenn jede und jeder einen Teil beiträgt.
Die Natur war dabei nicht nur unser Lernort, sondern zugleich unsere Lehrmeisterin.
Jeden Morgen versammelten wir uns am Feuer, tauschten uns aus, besprachen den Tag und planten gemeinsam unsere Aufgaben.
Wir kochten über dem Feuer und bereiteten Tee zu. Das gemeinsame Essen und Arbeiten schuf eine verbindende Grundlage für unsere Tage und gab uns Raum für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft.
Mit viel Tatkraft bereiteten wir unseren Lernort auf das bevorstehende Erntedankfest vor.
Gemeinsam schufen wir Platz für die gesamte Schulgemeinschaft, unsere Gäste und natürlich für das Buffet.
Simon zeigte uns, wie ein Totholzzaun – eine sogenannte Dead Hedge – gebaut wird. Aus abgeschnittenen Ästen, Zweigen und Gartenmaterial entstand eine natürliche Begrenzung, die nicht nur praktisch ist, sondern zugleich Lebensraum schafft.
So wird aus vermeintlichem "Abfall" etwas Neues: Das Schnittgut wird sinnvoll weiterverwendet, das Material verändert sich im Laufe der Zeit und kehrt schließlich in den natürlichen Kreislauf zurück. Gleichzeitig bietet der Totholzzaun Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Nahrung für Vögel, Insekten, Igel und andere kleine Tiere.
Nadine nahm uns mit in die Welt der Wild- und Heilkräuter. Wir lernten Pflanzen kennen, betrachteten sie genau und entdeckten ihre besonderen Eigenschaften. Wir zeichneten Pflanzen, sammelten Kräuter und bereiteten daraus wilde Tees zu. Ein besonderes gemeinsames Erlebnis war unsere wilde Beerenmarmelade. Die Beeren dafür sammelten wir in Bessingen, auf dem Schulhof und im Ith-Wald.
Aus vielen kleinen Funden entstand etwas, das wir anschließend miteinander teilen konnten.
In dieser Woche ging es um weit mehr als um das Bauen, Sammeln und Kochen. Es ging um Achtsamkeit, Verantwortung, Kooperation, Wertschätzung und Verbundenheit und vielleicht ist genau das die schönste Erinnerung an diese Woche: Erde an den Händen, Feuer im Herzen und die Erfahrung, gemeinsam etwas bewegen zu können.
